November Blues? No Chance!

November … was für eine blöde Zeit! Der goldene Herbst ist nicht mehr golden, sondern grau. Nebelschwaden liegen schwer auf den Feldern. Der Niederschlag kann sich zwischen Regen und Schnee nicht entscheiden und die Sonne kommt an manchen Tagen überhaupt nicht zum Vorschein. Dieser Monat, in dem kein richtiger Herbst, aber auch noch kein Winter ist. An dem man sich noch nicht auf Weihnachten freuen kann und sentimental an die warmen Herbsttage zurückdenkt, an denen die Sonnenstrahlen so fröhlich durch das bunte Blattwerk blitzten. Wir blasen Trübsal, werden faul und uns fehlt die Motivation. Hello, November Blues! Continue Reading

Travel Journal Rügen

Lang hatte ich auf diese Tage hingefiebert und am Freitag vor 2 Wochen war es dann endlich soweit. Die Tasche bepackt mit warmen Pullovern, Strickmütze, Buch und Kamera stand nun die Fahrt in den Kurzurlaub auf Rügen an. Schon vergangenes Jahr habe ich am letzten Oktoberwochenende der Insel einen Besuch abgestattet und glücklicherweise konnte ich es dieses Jahr wiederholen. Auch wenn die Badesaison vorbei und die Strandkörbe wegen des Sturmes schon eher in ihre Winterquartiere geschafft worden sind, hat die Insel auch am Ende der Saison noch einiges zu bieten. Aber seht selbst …  Continue Reading

Travel Journal #4 – Die Lavendelinsel Tihany

Als wir am frühen Morgen mit dem Boot zur Halbinsel Tihany übersetzten, verloren sich meine Gedanken völlig im Anblick der kleinen weißen Segelboote, die den See in Besitz zu nehmen schienen. Mal war ein kleines mit dunkelblauem Segel unter ihnen, mal ein rotes. Die Ruhe und Gelassenheit, die diese Segelboote aussendeten, war einfach atemberaubend. Sofort hörte ich meine Gedanken sagen: Wenn ich mal groß bin, möchte ich auch ein Segelboot besitzen. Ich würde bei gutem Wetter den ganzen Tag darauf verbringen, Limonade schlürfen und den Wind einfach so meine Haare zerzausen lassen, ohne ständig in Versuchung zu geraten, sie mit einem Haargummi zu bändigen. Diese Gelassenheit, die diese Boote ausstrahlen, würde sich dann sicherlich auf mich übertragen.

Am Hafen angekommen fuhren wir mit einer kleinen lauten und ruckligen Bahn den Berg hinauf. Diese Lok fuhr nicht auf Gleisen, sondern besaß normale Räder und düste mit einem Affenzahn in Richtung Innenstadt. Dort angekommen duftete es an jeder Ecke nach Lavendel. Oh, wie schön! Mag es an dem betörenden Duft liegen, der mich sogleich fröhlich aufregend, als auch entspannt wirken ließ. Ich könnte es kaum erwarten, die kleinen Läden entlang der Straße zu erkunden, an den Gewürzen zu schnuppern und mich in der Lavendelmanufaktur völlig zu verlieren. Continue Reading

Travel Journal #3 – Dreamed

Die Sonne brennt auf meiner Haut. Ein sanfter Wind weht vom Meer her um die kleine Insel, die so wunderbar nach Lavendel duftet. Große weiße Schirme sorgen für die nötigen Schattenplätze, für die die Palmen nicht ausreichen. Der kleine dunkelbraune Tisch lädt mich mit seinen Holzstühlen und den weißen Bezügen zu einem Glas kühler Limonade ein. Ich lausche den Wellen und den hölzernen Klängen des Windspieles.

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Travel Journal #2 – happy moment afloat

Die anfängliche Hitze, die sich schon vor dem Frühstück anbahnte, hielt auch den restlichen Tag an. Ich kramte in meiner Reisetasche nach dem Schwimmring, der sich irgendwo zwischen den gestreiften Flip Flops und der kleinen braunen Umhängetasche mit den Fransen befinden musste. Der neongelbe Schwimmring war schnell aufgepustet und noch schneller war ich in meinen neuen Bikini geschlüpft. Diesen hatte ich mir extra für diesen Urlaub gekauft. Nachdem ich die letzten 3 oder 4 Jahre immer den gleichen Bikini getragen habe, war es Zeit für einen Neuen.

Das Ferienhaus hat einen privaten Steg, der direkt hinter dem großen Garten liegt. Ich schlüpfte in die gestreiften Flip Flops und war unaufhaltbar Richtung Wasser unterwegs. „Tschüss, bis später!“ hörte ich mich sagen und verschwand mit meinem neongelben Schwimmring im See. Die Sonne brannte auf meiner Haut und ich sehnte mich nur noch nach Abkühlung. Ich ging zum Steg, warf den Schwimmring ins Wasser und steckte die Zehenspitzen der Wasseroberfläche entgegen. Erst ein Fuß, dann der andere. Ich formte mit meinen Händen eine Schale und schüttete das aufgefangene Wasser über mir aus. Brr!, dachte ich noch, bevor ich mich im nächsten Moment ziemlich ungalant auf den Schwimmring fallen ließ.
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Heute werde ich ein viertel Jahrhundert alt!

Juuhhuuuuu! Ich habe Geburtstag! 🙂 25. Wow. Laut meinem 15-jährigen-Ich müsste ich jetzt eine Bob-Frisur tragen, mindestens verheiratet sein oder einen festen Job haben. Und was davon hat sich bis jetzt bewahrheitet? Richtig: nichts. Ich trage meine Haare noch (oder wieder) länger als schulterlang und studiere Architektur, statt jeden Monat mit einem festen Gehalt nach Hause zu gehen. Und trotzdem ist alles genau gut, so wie es gerade ist. Ich habe mich noch nie so mit mir im Einklang gefühlt, wie dieses Jahr.

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Travel Journal #1 – Get out of here

Es ist Zeit für einen Tapetenwechsel! Mit Beginn des Julis beginnen auch die langersehnten Semesterferien und ich habe endlich wieder genügend Zeit, mich meinen kreativen Projekten zu widmen. Einige kleinere Do-It-Yourselfs, ein paar Lettering-Übungen und einen neuen Look für die Wohnung stehen auf meiner To-Do-List. All die Dinge, die ich schon so lange mit Vorfreude hinausgeschoben habe kann ich endlich angehen. Ich bin motiviert, doch ich komme nicht voran. Ich kann meine Gedanken nicht sortieren und fasse keinen richtigen Entschluss. Ich schwebe in der Luft. Komme nicht zur Ruhe und doch habe ich am Ende des Tages nichts geschafft. Ich fühle mich in einem kreativen Loch. Die Zeit ist reif für einen Tapetenwechsel! Ich bin bereit für neue Eindrücke. Bereit für neue Inspirationen!
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Kaffeeklatsch #jUNI

Puh, wo soll ich nur anfangen. Es war sozusagen der Monat (j)UNI. Ich studiere ja im 8. Semester Architektur und plante dieses Semester den Entwurf für einen Hotelneubau. Bei uns läuft es so ab, dass die große Prüfung am Ende des Semesters die Präsentation unseres Entwurfes ist. Im Juni ging es dann in die heiße Phase des Entwurfes und in meinem Kopf drehte sich alles nur noch um das Hotel.

Ein Tag bei der Feuerwehr

Der Monat startete mit einem Besuch bei der Feuerwehr. Pünktlich zum Kindertag durfte unserer Studiengang den ganzen Tag bei der Feuerwehr verbringen und es war einfach der absolute Wahnsinn. Der eigentliche Grund unseres Besuches (die Brandschutzprüfung für unser Projekt) war schnell in den Hintergrund gerückt, als wir eine ausgiebige Führung durch alle Bereiche der Feuerwehr bekamen. Der nette Herr hat uns mit viel Humor kleine Alltagsgeschichten erzählt und nach kurzer Zeit hörte ich meine Kopfstimme sagen „Ich will Feuerwehrmann werden.“ 😉 Der perfekte Start in diesen ersten Sommermonat! Continue Reading

Kaffeeklatsch #Mai

Schon wieder ist ein Monat viel zu schnell vergangen und als ich heute morgen das Kalenderblatt auf Juni umdrehte, fragte ich mich, wie das denn nur sein kann. Der wunderbare Mai ist so schnell verflogen wie er kam. Ich lasse ihn nun noch mal ein wenig Revue passieren. Macht es euch gern mit einer Tasse Kaffee oder Tee bequem! 🙂

Der Monat Mai könnte auch der „Familienmonat“ genannt werden. Erst Vater- , dann Muttertag und alles innerhalb 3 Tage. Grund genug für mich, ein wenig in alten Fotos zu kramen. Ich liebe es in den Fotobüchern zu stöbern und bereue es so sehr, dass es mit Einzug der ersten Digitalkamera irgendwie aufgehört hat zu existieren. Jedes Mal denke ich mir: ich muss wieder mehr Fotobücher machen. Ich stehe dann im Zwiespalt zwischen Mal-wieder-zur-Analogkamera-greifen und Ich-möchte-gleich-sehen-wie-das-Foto-geworden-ist. Außerdem habe ich Fotos gern in guter Auflösung. Vielleicht ist das eine Foto ja DAS Foto, welches dann meinen Schreibtischhintergrund schmücken soll oder im Flur eingerahmt hängen soll. Es ist ein Teufelskreis. Doch denken wir kurz zurück an die Zeit, als wir nach dem zweiwöchigen Urlaub im Sommer die Filme zum Entwickeln bei Rossmann und Co abgegeben haben und nach einer Woche die „Schätze“ in der Hand halten konnten. War das nicht wunderbar?

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Kaffeeklatsch #April

Es ist schon eine Weile her, dass es den letzten Kaffeeklatsch gab. Ich möchte aber wieder Regelmäßigkeit in diese Serie hineinbringen und gebe euch daher nun immer am Ende des Monats einen Rückblick auf neu Geshopptes, Wiederentdecktes, Goodies, sowie Pläne für den kommenden Monat. Wenn ihr mögt könnt ihr es euch mit einer Tasse Kaffee bequem machen und ich erzähle euch ein bisschen von meinen Highlights im April. Los geht’s …

Der April war ganz schön abwechslungsreich. Nicht nur wegen des Wetter, was sich von Schnee und Graupel über Sonnenschein und Regen jeden Tag auf’s neue etwas einfallen lassen hat. Während ich klamottentechnisch schon total auf Frühling gepolt bin, musste ich letzte Woche tatsächlich wieder zum Parka und meiner Skijacke greifen. Da fängt der Tag schon gut an. Ich hatte schon verlernt, wie man sich dick einpackt und musste bei den ersten Schritten aus dem Haus feststellen: Hoppla, 4 Grad sind halt keine 14. Nach 3 Tagen „Ach, das ist nur noch heute so frisch. Morgen wird es wärmer.“ hatte es mich dann gepackt und ich hatte das zittern an der Haltestelle satt. Hoffentlich bringt der Mai endlich den langersehnten Sonnenschein und Wärme.

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Die Sache mit der inneren Unruhe

Es kann ein Wort sein, ein Satz oder eine dahingesagte Floskel. Ein Blick oder eine Reaktion, welche mich beschäftigt. Ich bin aufgebracht und möchte schreien, kämpfen und meine Meinung darüber kund tun. Meinem Ärger Luft machen und das am besten sofort. Doch während ich beginne, vorschnell eine SMS zu tippen, habe ich die Worte meines Professors im Hinterkopf:

„Du kannst alles tun, was du für richtig hältst. Doch schlafe erst eine Nacht darüber.“
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