Heute werde ich ein viertel Jahrhundert alt!

Juuhhuuuuu! Ich habe Geburtstag! 🙂 25. Wow. Laut meinem 15-jährigen-Ich müsste ich jetzt eine Bob-Frisur tragen, mindestens verheiratet sein oder einen festen Job haben. Und was davon hat sich bis jetzt bewahrheitet? Richtig: nichts. Ich trage meine Haare noch (oder wieder) länger als schulterlang und studiere Architektur, statt jeden Monat mit einem festen Gehalt nach Hause zu gehen. Und trotzdem ist alles genau gut, so wie es gerade ist. Ich habe mich noch nie so mit mir im Einklang gefühlt, wie dieses Jahr.

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Ich behalte mir den Geburtstag immer als besonderen Tag. Auch wenn es vielleicht ein Tag wie jeder andere ist oder es noch viel schönere und aufregendere Tage im Jahr gibt, mein Geburtstag bleibt mein Geburtstag. Ich verbringe ihn mit meiner Familie und wir unternehmen etwas, das mir unheimlich viel Freude bereitet und ich mir für diesen Tag aufgehoben habe. Und auch wenn das mittlerweile zu einer Tradition geworden ist, habe ich das Gefühl die 25 ist nochmal eine ganz andere Hausnummer. Muss ich das besonders feiern? Hätte ich schon viel mehr erreichen müssen?
Ein viertel Jahrhundert. Wow. So formuliert klingt das ganz schön beängstigend, aufregend, hoffnungsvoll und (wie mein 15-jähriges-Ich sagen würde) steinalt. Muss sich jetzt ein Gefühl vom Midlife-Crisis in mir anbahnen, weil ich noch keinen Ehering am Finger trage und Haus und Hof besitze? Weil ich noch nicht fest im Berufsleben stehe, sondern noch studiere? Und wer hat uns eigentlich vorgeschrieben, dass man das mit 25 haben müsste? Sind es die Großeltern und Eltern, die wir als Vorbild für gelungene Ehen sehen? Aber sind wir nicht doch eine ganz andere Generation? Es scheint, als hätten wir in dieser schnelllebigen Welt, in der wir heute leben, keinen Platz mehr für Mann, Haus und Kinder. Wir warten ständig den richtigen Moment ab und trösten die uns gestellten Fragen mit „irgendwann mal“.
Manchmal glaube ich schon, dass (um es mit den Worten meiner Großeltern zu formulieren) früher alles besser war. Man hatte zwar weniger, aber genau das ist der Punkt. Wir überfordern uns mit den Möglichkeiten, die wir haben. Wir können alles sein und doch scheint nicht das Richtige dabei zu sein. Ständig auf der Suche und nie wirklich am Ziel. Wir verlieren und selbst und finden nicht mehr auf unseren Weg zurück. Weniger ist vielleicht doch manchmal mehr.

Und trotzdem fühle ich mich großartig! All diese Fragen habe ich mir in den letzten 5 Jahren immer wieder gestellt und mit 25 kann ich sagen: Ich weiß wer ich bin, was ich will und freue mich auf das, was kommt. Job? Wohnung? Ein Hund? Manche Sachen sind nicht bis ins Detail planbar und werden mich vor neue Herausforderungen stellen, doch sind die Segel in die richtige Richtung gesetzt, wird mir der Wind den richtigen Weg zeigen.

Ich bin gespannt und voller Vorfreude! Auf ein aufregendes neues Lebensjahr!

Cheers!

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