Travel Journal #1 – Get out of here

Es ist Zeit für einen Tapetenwechsel! Mit Beginn des Julis beginnen auch die langersehnten Semesterferien und ich habe endlich wieder genügend Zeit, mich meinen kreativen Projekten zu widmen. Einige kleinere Do-It-Yourselfs, ein paar Lettering-Übungen und einen neuen Look für die Wohnung stehen auf meiner To-Do-List. All die Dinge, die ich schon so lange mit Vorfreude hinausgeschoben habe kann ich endlich angehen. Ich bin motiviert, doch ich komme nicht voran. Ich kann meine Gedanken nicht sortieren und fasse keinen richtigen Entschluss. Ich schwebe in der Luft. Komme nicht zur Ruhe und doch habe ich am Ende des Tages nichts geschafft. Ich fühle mich in einem kreativen Loch. Die Zeit ist reif für einen Tapetenwechsel! Ich bin bereit für neue Eindrücke. Bereit für neue Inspirationen!

Ich muss hier raus.

Ich sitze auf gepackten Koffern. Natürlich habe ich wieder viel zu viel eingepackt. 15 Tops braucht kein Mensch, denke ich und stopfe und rolle sie dann doch in den Koffer. Wer weiß denn, auf was ich in einer Woche Lust habe. Wer weiß denn, wie das Wetter dann wirklich ist. Bei 2 Wochen Regenwetter sind 3 Pullover nicht verkehrt. Schließlich fährt ja alles im Auto mit. Oh Gott, die Autofahrt. Als Kind habe ich immer im Auto geschlafen, doch nun bin ich viel zu wach. Sei es dem Kaffee geschuldet oder der Aufregung. Heute finde ich lange Autofahrten einfach nur stressig.

Gegen Nachmittag sind wir dann (ENDLICH) in unserem Ferienhaus angekommen. Nach der langen Fahrt fühlen sich meine Beine wie Pudding an und mein Mascara hat sich schon längst verabschiedet. Ich habe Hunger, Durst und es ist kalt. Da fahren wir zig Stunden in den Süden, um relativ sicher die 25-30 Grad zu halten und dann begrüßt Ungarn uns mit Regenwetter. Ich denke an meinen gepackten Koffer und gehe die Schuhe durch. Nein, Gummistiefel habe ich nicht eingepackt. Dafür 15 Tops und 7 Shorts. Super! Aber wie sagt man so schön: Nach Regen kommt Sonnenschein. Und es sollte Recht behalten …

Die Sonne scheint so früh ins Zimmer und lässt es zum Ausschlafen unerträglich warm aufheizen. Ich springe aus dem Bett. Ziehe irgendein Top aus dem Kleiderschrank, denn es ist völlig egal, ob es zur Shorts passt. Who cares? Ich bin im Urlaub. Hier interessiert es niemanden, ob die Tasche zu den Schuhen „matched“ und genau das ist das Schöne daran. Ich habe den Kopf frei und der Tag steht mir gerade erst bevor. Ich weiß nicht genau, was er bringen mag und das ist auch gut so. Er ist voller Möglichkeiten und vielleicht werde ich auch einfach keine davon machen. Vielleicht werde ich heute einfach nur mit einem Buch in der Hand am See sitzen und den ganzen lieben Tag die Wellen beobachten. Ich lasse mich überraschen!

Fortsetzung folgt …

 

Du magst vielleicht auch

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.