Mein Kleiderschrank – Ausmisten und Sortieren

Manchmal packt es mich von einem auf den anderen Moment. Gerade bin ich dabei die frisch gebügelte Bluse in den Kleiderschrank zu hängen und prompt frustriert mich diese Unordnung und Überladung dessen und im nächsten Augenblick sehe ich mich über einem Haufen von Klamotten auf dem Boden sitzen. Im Grunde schiebe ich das Ausmisten immer vor mir her, denn es braucht den richtigen Moment. Den Moment, in dem man nicht zu emotional mit Kleidungsstücken ist und bereit ist, sich von einigen zu trennen. Aber auch nicht zu trennungsfreudig, so dass man ein paar Teile später bereut. 

Tipps und Tricks zum Ausmisten

Wir Frauen haben ein ganz anderes Verhältnis zu Mode, wie Männer. Wir verbinden mit dem Sommerkleid von 2005 das Gefühl von Sand unter den Füßen und wie wir Blumen auf dem Feld gepflückt haben. Die helle Jeans, in die wir mal gepasst haben und hoffen, es irgendwann wieder zu können. Die süße geblümte Bluse, die wir beim ersten Date mit dem Freund getragen haben, und auch wenn der Rotweinfleck nicht mehr rausgeht und wir es nie mehr tragen werden können, wir wollen uns nicht davon trennen. Wir entwickeln eine emotionale Bindung zu unseren Kleidungsstücken und können beim Anblick der Teile verschiedenste Situationen ablesen. Wann und wo wir sie getragen haben und wie wir uns dabei gefühlt haben. Da fällt der Abschied manchmal nicht so leicht.

Die 3 Stapel

Ich nehme mir den Kleiderschrank immer Stück für Stück vor. Zuerst die Strickjacken und Blusen. Danach die Pullover und Hosen und zum Schluss (und das ist der größte Teil) Shirts und Longsleeves. Dabei nehme ich jedes Teil in die Hand, probiere es ggf. nochmal an und sortiere nach 3 Kategorien: „Auf jeden Fall behalten“ , „Muss ich nochmal überlegen“ und „Kann weg!“

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Am leichtesten fällt es mir bei Kleidungsstücken, die ich schon 2 Mal mit durch die „Muss ich nochmal überlegen“-Runde geschleift habe und schließlich in den letzten 3 Jahren trotzdem nie mehr getragen habe. Der Kleidungsstil ändert sich im Laufe der Zeit immer wieder mal und solange man sich nicht sicher ist, ob man die ein oder anderen Teile in den nächsten 2 Jahren nochmal tragen will, dann sollte man sie behalten. Man legt sie nach hinten in den Kleiderschrank, später in eine Kiste auf den Schrank und wenn man sie dann nie mehr aus diesen Ecken und Kisten gekramt hat, kann man sich von ihnen viel leichter trennen. Ich fühle mich in meiner Kleiderwahl relativ sicher und verabschiede mich immer mal wieder von „Jugendsünden„, welche emotional noch in der hinteren Ecke meines Kleiderschranks verharrten. Ich trenne mich nicht mit einmal von allem, sondern Stück für Stück. Dann ist es nicht so schwer. 😉

Bei Kleidungsstücken, bei denen ich mir nicht so sicher bin, ob ich mich von ihnen trennen möchte oder nicht, nehme ich mir gern eine Vertraute an die Seite. Eine Person, welche die (eventuelle) emotionale Bindung versteht, nicht zu hart urteilt, aber ein objektives Urteil geben kann. Nachdem der „Vielleicht“-Stapel nochmal durchprobiert, diskutiert worden ist und die Teile auf „Grün“ und „Rot“ verteilt worden sind, folgt der (meiner Meinung nach) schönster Schritt im Ausmistverfahren:

Das Einsortieren

Man kann auf zwei verschiedene Weisen vorgehen. Meist habe ich die aktuell beliebtesten Teile nach oben und die weniger getragenen nach unten sortiert. Dieses Mal habe ich es allerdings anders gemacht. Ich habe die einzelnen Kategorien und Fächer nach Farben sortiert. Denn oftmals stehe ich vor dem Kleiderschrank und überlege, zum Beispiel welchen Pullover ich anziehen will. Die dazu passende Bluse oder Shirt auszusuchen, fällt bei farblich sortierten Stapeln doch viel leichter! 🙂 Außerdem hat man die Kleider in einer Farbwelt gleich auf einem Blick zusammen und wenn man den weißen Pullover mit den Knöpfchen sucht, kann man gleich unter den 5 Stück schauen. Das erspart jede Menge Zeit und Frust.

Wie sortiert ihr eure Kleiderschränke? Schreibt mir doch mal in die Kommentare, ob euch das Ausmisten leicht fällt? 🙂

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